16. April 2008 Studienkreis Nachhilfe.de
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Studienkreis Schleswig begrüßt 1.700sten Schüler
Nachhilfeschule spendet Unterrichtsgutscheine für das Projekt Plan Haben
Seit 25 Jahren steht der TÜV-zertifizierte Studienkreis in Schleswig für qualifizierten Nachhilfe- und Förderunterricht. In diesen Tagen begrüßte das Institut seinen 1.700sten Schüler und hat dies zum Anlass genommen, Unterrichtsgutscheine zu spenden, mit denen zwei Kinder, die unter pädagogischen und sozialen Gesichtspunkten ausgewählt werden, je ein halbes Jahr kostenlos Nachhilfe erhalten sollen. Die Übergabe des Unterrichtspakets mit einemGesamtwert von 1.400 Euro fand in den Räumen der Nachhilfeschule in der Lutherstraße 2 statt. Volker Kumm von der Lenkungsgruppe des Präventiven Patenschaftsprojekts Plan Haben nahm die Gutscheine entgegen.
Den Unterricht im Studienkreis erteilen erfahrene Lehrkräfte in Gruppen von drei bis fünf Schülern. Viele haben Probleme in Mathematik, Deutsch oder Englisch“, weiß Martina Merckens, einer der beiden Leiterinnen. Hilfe bei Schulproblemen gibt es bei ihr jedoch für grundsätzlich jedes Fach. Vom Grundschüler bis zum Abiturienten sind alle Altersgruppen vertreten.
Die Vorteile dieses Konzepts beschreibt die weitere Leiterin Gabriele Donner so: „Durch die geringe Schülerzahl kann sich die Lehrkraft auf die Probleme jedes Einzelnen einstellen. Dennoch lernen die Kinder und Jugendlichen nicht isoliert, sondern sehen, dass sie nicht allein dastehen mit ihren Schwierigkeiten. Sie motivieren sich gegenseitig und steigern so den Lernerfolg.“
Kontakt:
Studienkreis Schleswig
Martina Merckens/Gabriele Donnerstag
Lutherstr. 2
Tel.: 0 4621/2 46 00
Beratung: Mo. – Fr. 14:00 – 17:00 Uhr
Der Studienkreis – ein Unternehmen der Cornelsen Verlagsgruppe – ist mit bislang über 850.000 geförderten Schülern Deutschlands meistbesuchte Nachhilfeschule. Gegründet wurden die ersten Lerngruppen vor über 30 Jahren im Ruhrgebiet. In bundesweit mehr als 1.000 Schulen erhalten Schülerinnen und Schüler Nachhilfe und schulbegleitenden Förderunterricht in allen gängigen Fächern. Unterricht gibt es von der Grundschule bis zum Abitur. Ende 2005 hat der TÜV Rheinland damit begonnen, alle Nachhilfeschulen des Studienkreises auf die Qualität der angebotenen Leistungen hin zu überprüfen. Über die Hälfte aller Standorte ist bereits zertifiziert. Weitere Informationen zur Zertifizierung und zum Konzept des Studienkreises gibt es unter www.nachhilfe.de oder gebührenfrei über die Rufnummer 08 00 / 1 11 12 12. |
07. April 2008 Schleswiger Nachrichten
Hilfe für Jugendliche: „Plan haben“ sucht dringend Männer als Paten
Sie sind Kummerkasten, Antreiber und Freund zugleich: Seit acht Jahren setzen sich die Paten des Jugendprojekts „Plan haben“ erfolgreich dafür
ein, jungen Menschen Orientierung zu geben. Der Bedarf an Paten ist
groß. Vor allem Männer werden dringend gesucht.
Die Basis einer Patenschaft im Sinne des Projekts „Plan haben“ ist ein Ehrenvertrag. Mit ihrer Unterschrift bekräftigen Pate und Patenkind, Termine einzuhalten, Ziele gemeinsam umzusetzen, Schwierigkeiten anzusprechen sowie ehrlich miteinander umzugehen. Derzeit haben zwölf Schleswiger Jugendliche auf diese Weise einen Paten gefunden – einen Menschen, mit dem sie über ihre Probleme reden können, der sie motiviert und ihnen Ziele aufzeigt
.
Vor acht Jahren hat der Kriminalpräventive Rat das Jugendprojekt ins Leben gerufen. Das Gremium wollte damit der Jugendkriminalität den Kampf ansagen. Jugendliche, die eine Aufgabe, einen „Plan“ haben, hätten eine große Chance, nicht in die Kriminalität abzurutschen, so der Kerngedanke. Belegt wird diese These durch Erfahrungen aus London. Mit Hilfe eines Patenschaftsprojekts konnte die Jugendkriminalität in der britischen Hauptstadt um 90 Prozent gesenkt werden.
Eine Patenschaft im Sinne von „Plan haben“ ist kein Vollzeitjob. Einmal wöchentlich treffen sich Pate und Patenkind. Was sie unternehmen, ist allein ihre Sache. Gespräche, Kino, Schwimmhalle – oder mal ein Besuch in der Bücherei. In vielen Fällen wird aus der Patenschaft eine Freundschaft – wie bei der Polizeibeamtin Sandra Schirmacher (41). Im April 2005 wurde sie Patin einer damals 17-Jährigen. „Als ich sie kennen lernte, war sie ein introvertiertes Mädchen mit wenig Selbstvertrauen“, erinnert sich Sandra Schirmacher an die ersten Treffen. Heute stellt sich das Bild anders dar. „Sie ist aufgeschlossener und gesprächiger geworden.“ Gemeinsam sei man durch dick und dünn gegangen. Seit drei Jahren währt die Patenschaft. Schirmacher: „Stolz macht es mich, wenn mich mein Patenkind gegenüber anderen als Freundin vorstellt.“
Wie entstehen Patenschaften? Wie finden Pate und Patenkind zueinander? Diese Aufgabe übernimmt die Lenkungsgruppe „Plan haben“, in der unter anderem die städtische Gleichstellungsbeauftragte Karin Petersen-Nißen und der Polizeibeamte Volker Kumm mitarbeiten. Sie diskutieren, welcher Pate zu welchem Jugendlichen passt. Das Prinzip: Frauen betreuen Mädchen. Männer betreuen Jungen. Das Diakonische Werk ist der Lenkungsgruppe eine große Hilfe. Karin Petersen-Nißen: „Die Diakonie hat einen guten Einblick in Familien, die eine Hilfe gut gebrauchen können.“
Jugendliche, die einen Ansprechpartner bräuchten, gibt es zwar genug. Es fehlt allerdings an männlichen Paten. Sie werden dringend gesucht. Denn die meisten „Patenkinder“ sind Jungen. Viele von ihnen stammen aus einer Familie, in der eine Mutter ihre Kinder allein erzieht. Die Jungen benötigen einen väterlichen oder großväterlichen Freund.
Eine Aufgabe, die auch für den Paten in den meisten Fällen bereichernd und motivierend sein kann. So wie bei Sandra Schirmacher. Sie unterstützte ihr Patenkind bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz: „Zur riesigen Freude aller wird mein Patenkind im Sommer dieses Jahres ihre Lehre abschließen.“
• Wer sich für die Übernahme einer Patenschaft interessiert, wendet sich an Karin Petersen-Nißen (Tel. 0 46 21 /- 81 41 50) |